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Wort der Schulseelsorgerin vor den Pfingstferien

Es gibt Tage, da brauchen wir Aufmunterung von außen, weil wir selbst mutlos sind. „Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern“, lese ich in der heutigen Losung.  

Ich habe im Fernunterricht Schüler/innen nach ihren Lieblings-Liedern gefragt. Da kam z.B. als Antwort „Möge die Straße uns zusammenführen…“ oder „Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen…da berühren sich Himmel und Erde…“ - zwei Lieder, die ich selbst auch gerne mag und die mich ermutigen. In der digitalen Welt ist es kein Problem, schnell an schöne Texte und Lieder heranzukommen. Ich habe mir im Laufe meines Lebens eine „innere Bibliothek“ angelegt mit Texten und Sprüchen, die ich auswendig gelernt habe. Sie stammen nicht nur aus der Bibel- und aus Liedversen. Ich kann sie jederzeit hervorholen und sie mir selbst und anderen aufsagen und vorsingen: Wenn ich wach liege und nicht schlafen kann. Wenn ich mir Sorgen mache. Wenn ich mich sehr freue und etwas Schönes erlebe. Wenn ich einen Regenbogen sehe. In einem Gespräch.  

Und ich versuche, jeden Tag den Blick dafür zu haben, wofür ich dankbar sein kann - mitten in meinem Überdruss in dieser langen Pandemie-Situation, wenn mir die oben genannten „Lobgesänge“ schwerfallen. 

„Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen“ (Sacharja 4,6) steht als Bibelspruch beim Pfingstfest. Hier wird uns der Geist Gottes angekündigt, die Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Derselbe Geist der auch die mutlosen Jüngerinnen und Jünger Jesu nach dessen Tod erfasste. 

An Pfingsten feiern wir Gottes ermutigenden Geist, der in Hoffnungslosigkeit erstarrte Menschen belebt und in Bewegung bringt, so dass sie die frohe Botschaft vom be-GEIST-ernden Gott weitererzählen und uns damit Mut machen bis heute. 

Gesegnete Pfingsten wünscht Eure Schulseelsorgerin 

Schmidt-Keller

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