Wort der Schulseelsorgerin

Was hilft mir, diese Zeit jetzt auszuhalten mit all ihren Begleiterscheinungen? Woher soll ich die Kraft für jeden neuen Tag nehmen? Wohin mit meinen Sorgen um mich selbst, um meine Lieben teils in weiter Ferne? Für mich ist das Bibelwort der Trauerandacht vor der Schulschließung auch eine Botschaft in diese Zeit jetzt hinein:
„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2.Timotheus 1,7)
in der Übersetzung der ‚Volksbibel‘: Gottes Geist „hilft uns, die Dinge im Griff zu haben, auch wenn es gerade mal nicht danach aussieht.“
„Starke Sätze“ können uns helfen. Sie können uns Mut und Kraft geben, sie helfen uns durchhalten und aushalten. Sie verbinden uns mit anderen, denen sie auch schon Kraft gaben und geben, betten uns ein-auch in Zeiten von Kontaktsperre- in die Gemeinschaft der Menschen, die glauben, hoffen und lieben. Und das auch anderen weitergeben- auf den Wegen, die gerade möglich sind. Ich finde immer wieder mal ein gelbes Kartei-Kärtchen noch aus der Sammlung des ökumenischen Schulgottesdienstes am Anfang des Schuljahres mit einem ermutigenden Bibelwort darauf. Manchmal gerade dann unerwartet, wenn ich es am meisten brauche. Das ist dann ein Energiekick für meine Seele, eine Verbindung mit den Kraftquellen, die ich zur Verfügung habe. Warum schreiben wir uns nicht Sprüche auf, die uns ermutigen und verteilen sie in unserem Zimmer, in unserer Wohnung? Und teilen sie mit anderen, indem wir sie (abfotografieren, abschreiben und) weiterschicken?
Ihr alle seid fester Bestandteil meiner Gedanken und Fürbitten um Gottes Schutz und Segen für Euch und Eure Lieben. Seid behütet und bleibt/werdet gesund, haltet durch!
In herzlicher Verbundenheit
Eure Schulseelsorgerin
Mechthild Schmidt-Keller
Wenn jemand mit mir direkt Kontakt aufnehmen will, am besten über E-Mail im pädagogischen Netz der Schule. Wer eine Telefonnummer aufschreibt, bekommt einen Rückruf von mir, sobald es mir möglich ist!