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Mitten im Herzen Deutschlands

Unsere Studienfahrt nach Berlin

Am Sonntagmorgen, dem 18.Oktober 2026 begann für 26 Schülerinnen und Schüler der K2 vom GaH die lang ersehnte Studienfahrt nach Berlin. Bereits gegen 9:30Uhr versammelten wir uns gemeinsam mit Frau Müller, Herrn Restorff und Frau Zante am Villinger Bahnhof, von wo wir um 9:50Uhr unsere Reise Richtung Hauptstadt antraten. 

Über Offenburg, wo wir in einen ICE umstiegen, ging es weiter nach Berlin. Entgegen so mancher Erwartungen verlief die Zugfahrt erfreulicherweise ohne größere Verspätungen. Die gemeinsame Reise bot bereits reichlich Gelegenheit für Gespräche, Gelächter und Vorfreude auf die kommenden Tage. Nach knappen 8 Stunden kamen wir auch endlich am Berliner Hauptbahnhof an, von dort aus fuhren wir weiter mit der U-Bahn weiter zur Station Jannowitzbrücke. Von dort aus legten wir die restliche Strecke zu unserer Unterkunft, dem a&o Hostel Berlin Mitte, zu Fuß zurück. Nach dem Einchecken und dem Beziehen unserer Zimmer blieb zunächst etwas Zeit, um anzukommen und sich einzurichten, bevor wir uns um 19 Uhr wieder unten am Eingang trafen und schließlich die erste gemeinsame Erkundung der Hauptstadt anstand. Zusammen mit Frau Zante, welche zuvor in Berlin aufgewachsen war und dort studiert hatte, machten wir uns mit der Umgebung der Hackeschen Höfen vertraut und gewannen dabei schon erste Eindrücke vom lebendigen Berliner Stadtleben. Anschließend blieb Zeit, die Gegend in kleineren Gruppen zu entdecken und sich nach der langen Anreise mit einem Abendessen zu stärken. 

Nach einer ersten Nacht in der Hauptstadt, starteten wir am Montag mit einer geführten Stadttour. Entlang der Spree erkundeten wir das Regierungsviertel und bestaunten die moderne Architektur des sogenannten „Bandes des Bundes“, zu dem unter anderem das Bundeskanzleramt und das Paul-Löbe-Haus gehören. Auch das berühmte Brandenburger Tor und das Denkmal für die ermordeten Juden Europas standen auf unserem Programm. Besonders das Holocaust-Mahnmal mit seinen unterschiedlich hohen Betonstelen regte uns zum Nachdenken über die deutsche Vergangenheit an.

Nach einer Mittagspause, die einige von uns in der Mall of Berlin verbrachten, wartete bereits einer der Höhepunkte unserer Studienfahrt auf uns: der Besuch des Deutschen Bundestages. Schon das Reichstagsgebäude beeindruckte uns mit seiner schönen Architektur. Nach einer Sicherheitskontrolle, die stark an einen Flughafen erinnerte, nahmen wir auf der Besuchertribüne des Plenarsaals Platz. Dort erfuhren wir Spannendes über den parlamentarischen Alltag, die Sitzordnung der Abgeordneten und besondere Abstimmungsverfahren wie den sogenannten „Hammelsprung“. Für eine unerwartete Überraschung sorgte die zufällige Begegnung einiger von uns mit Jens Spahn. Den Besuch rundete ein beeindruckender Panoramablick von der Dachterrasse über Berlin ab. Nach etwas Freizeit erkundeten wir am Abend gemeinsam das lebhafte Neukölln und lernten damit eine weitere, ungewöhnliche Seite von Berlin kennen. Die vollen Straßen, das geschäftige Treiben und die vielen unterschiedlichen Eindrücke zeigten uns eine ganz andere Seite der Hauptstadt. Gerade im Vergleich zu unserem eher beschaulichen Villingen wurde uns bewusst, wie vielseitig und lebendig eine Millionenstadt wie Berlin sein kann.

Der nächste Morgen führte uns an einen Ort, der einen bleibenden Eindruck hinterließ: die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Im ehemaligen Stasi-Gefängnis erhielten wir durch die Besichtigung der Haft- und Vernehmungsräume sowie persönliche Zeitzeugenberichte bewegende Einblicke in die politische Verfolgung während der DDR. Anschließend besuchten wir die East Side Gallery, wo die ehemalige Berliner Mauer heute mit farbenfrohen Kunstwerken an die deutsche Teilung erinnert. Die vielen Essensmöglichkeiten in Berlin boten uns in dem Bereich Auswahl vielerlei verschiedener Kulturen. So machten sich einige von uns auf dem Weg, mit Herrn Restorff zusammen Ramen, eine japanische Nudelsuppe, zu essen. Es hat allen, einschließlich Herrn Restorff, sehr gut geschmeckt! 

Am Abend stand schließlich eine ungewöhnliche Inszenierung von Goethes „Faust“ auf dem Programm. Die Ein-Mann-Show sorgte für reichlich Gelächter und bewies, dass selbst ein Klassiker überraschend unterhaltsam sein kann. Danach durfte für einige natürlich auch ein typisch Berliner Döner nicht fehlen. Zurück im Hostel wurde die Lobby schnell zu unserem liebsten Treffpunkt, an dem wir die Abende gemeinsam ausklingen ließen.

Am Mittwoch konnten wir zwischen zwei kulturellen Programmpunkten wählen: Während sich einige in der „Topographie des Terrors“ mit der Geschichte des Nationalsozialismus beschäftigten, besuchten andere die Neue Nationalgalerie. Anschließend ging es ins Paul-Löbe-Haus, wo wir zunächst in der Kantine mit Blick auf die Spree zu Mittag aßen. Nach einem Informationsvortrag erwartete uns eine besondere Überraschung: Statt wie geplant nur mit einem Mitarbeiter zu sprechen, konnten wir uns persönlich mit dem Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei austauschen, den wir bereits von einem Besuch an unserer Schule kannten.

Den Abend verbrachten wir alle zusammen im Matrix Club, in dem wir ausgelassen feierten. Doch auch der lustige Heimweg und das anschließende Zusammensitzen in der Hotellobby blieben uns besonders in Erinnerung. Entsprechend müde ging es am nächsten Morgen auf zwei Rädern weiter. Bei einer geführten Fahrradtour entlang ehemaliger Grenzabschnitte erfuhren wir mehr über die Berliner Mauer, das Leben im geteilten Deutschland und bewegende Fluchtgeschichten. Unterwegs entdeckten wir weitere Sehenswürdigkeiten, darunter den Berliner Dom. Anschließend besuchten wir die Ausstellung „Alltag in der DDR“ im Museum in der Kulturbrauerei. Originalgegenstände, Fotografien und Filme ließen uns den damaligen Alltag auf besonders anschauliche Weise kennenlernen. 

Am Freitag neigte sich unsere Studienfahrt schließlich dem Ende zu. Nach dem Frühstück hieß es Koffer packen und Abschied von Berlin nehmen. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Hauptbahnhof und traten die Heimreise nach Villingen an. Auch wenn uns einige Zugverspätungen die Rückfahrt etwas verlängerten, kamen wir am Abend schließlich wieder zu Hause an und hatten schließlich viel zuhause zu erzählen. 

Rückblickend bleibt uns eine Woche voller neuer Eindrücke, spannender Erlebnisse und vor allem unvergesslicher gemeinsamer Momente in Erinnerung. Auch wenn nicht immer alles nach Plan verlief und uns die kalten Temperaturen manchmal zu schaffen machten, ließen wir uns die gute Laune nicht nehmen und machten aus jedem Tag das Beste. Umso schöner war es, Berlin gemeinsam zu entdecken, viel miteinander zu lachen und als Jahrgangsstufe noch enger zusammenzuwachsen. So blicken wir dankbar auf eine besondere Studienfahrt zurück, an die wir uns sicherlich noch lange gerne erinnern werden.

Jinan Tourmos

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