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"Lernen macht glücklich"

Vortrag am Hoptbühl-Gymnasium

„Lernen macht glücklich“ - diese Aussage hatte am Montagabend eine rege Zuhörerschaft in die Aula des Gymnasiums am Hoptbühl zusammengeführt. Eingeladen von der Elternbeiratsvorsitzenden der Schule, Frau Dr. Gundula Bolanz, referierte Pascal Renner, Pädagoge und Lerncoach der Akademie für Lernpädagogik aus Köln, vor rund 100 interessierten Eltern.

Die meisten kamen in der Hoffnung, die eigenen Kinder beim Lernprozess besser unterstützen zu können, diesen zu optimieren und den Familienalltag zu erleichtern.

Renner räumte mit der falschen Annahme auf, je mehr ein Kind lerne, desto besser würden die Noten. Es gebe vielmehr vier zentrale Aspekte des schulischen Erfolgs - die Lerntechniken, die Konzentration, die Motivation und die Selbstorganisation-, die einem Kind beim Bewältigen des Lernstoffs helfen.

Mit Hilfe von anschaulichen Beispielen führte er den Zuhörern etwa die Bedeutung von Struktur vor Augen. Solche sei nötig, damit das Gehirn auf Hochtouren laufen könne. Tipp des Profis: der passive Spickzettel, der für den häuslichen Gebrauch angefertigt werden soll und der Lernstoffsicherung dient. Dabei gelte es, sich einen Überblick über den Lernstoff zu verschaffen und eine Zusammenfassung desselben anzufertigen, womit durch das Aufschreiben der Stoff wiederholt werde.

Ein Lernen ohne Wiederholen sei sinnlos, denn das Gehirn will trainiert werden, auch wenn dies täglich nur für kurze Phasen geschieht. Auch die Bedeutung von Pausen hob der Referent hervor.

Auch ging Renner auf ein alle Eltern betreffendes Thema ein: die Pubertät der Kinder, die Phase, in der der Verstand um- oder gar ausziehe, so der Referent, und in der die Synapsen neu verknüpft werden müssen. Dennoch hätten die Eltern Möglichkeiten der Einflussnahme, das Kind zum Lernen zu motivieren: Passende Lerntechniken und gemeinsam erstellte Lernpläne, Belohnungen - die unberechenbar und unregelmäßig, nicht materiell und nicht notengebunden sein sollten - können hierbei helfen.

Immer wieder hob Renner auch die Bedeutung der Beziehung zwischen Eltern und Kindern hervor. Ob man von zwei Fehlern bei zehn Aufgaben oder von acht richtigen Lösungen spreche, mache für die Kinder einen großen Unterschied in der Selbstwahrnehmung.

Nach anderthalb Stunden kurzweiligen Vortrags wurden die Eltern mit vielen Anregungen nach Hause entlassen, wo sich die Ideen nun im Alltag beweisen dürfen.

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