Coronavirus - aktuelle Infomationen des Kultusministeriums

Mögliche Schulöffnung nach den Osterferien
Am 09.04. informiert das Kultusmisisterium über die mögliche Öffnung der Schulen nach den Osterferien. Folgend finden Sie zentrale Auszüge. Die vollständige Information finden Sie hier.
"Eine endgültige Entscheidung über einen Wiedereinstieg in den Schulbetrieb nach den Osterferien ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Das Kultusministerium möchte den Schulen aber ausreichend Vorlaufzeit vor einem Wiedereinstieg einräumen. „Wir gehen deshalb davon aus, dass zwischen der Festlegung eines Datums für einen langsamen Wiedereinstieg und dem konkreten Start mindestens eine Woche liegen muss“, sagt dazu Kultusministerin Eisenmann.
Anfang der Woche hat das Kultusministerium allen Schulen im Land mitgeteilt, dass sie nach Ostern darüber informiert werden, ob ab dem 20. April ein stufenweiser Wiedereinstieg an den Schulen möglich sein wird und wie dieser gestaltet werden könnte. „Unsere Entscheidung darüber hängt von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens ab, daran müssen wir uns orientieren, da der Schutz der Gesundheit maßgebend ist“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Deshalb sei aktuell noch keine endgültige Entscheidung über einen Wiedereinstieg möglich. […]
Uns ist bewusst, dass hierfür genügend Zeit zur Vorbereitung und zur Umsetzung etwa der geltenden Hygienebestimmungen und Abstandsregeln benötigt werden“, betont Eisenmann. […]"
Ältere Nachrichten:
Meldung der Kultusministerin, Frau Dr. Susanne Eisenmann vom 06.04.2020
Sehr geehrte Damen und Herren,
drei Wochen ist es her, dass wir den Betrieb an unseren Schulen und Kindertageseinrichtungen einstellen mussten. Der tiefe Einschnitt hat uns alle vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. Diese haben Sie, jede und jeder an seinem Platz, mit beeindruckendem Einsatzwillen und mit Bravour gemeistert. Darauf bin ich gemeinsam mit lhnen sehr stolz.
Den ungewöhnlichen Auftakt der Osterferien möchte ich dazu nutzen, allen am Schulund Kitaleben Beteiligten von Herzen für ihren Einsatz und für den gelebten Gemeinschaftssinn zu danken: den Leitungen, den Lehrerinnen und Lehrern, den Erzieherinnen und Eziehern, allen betroffenen Kindern, unseren Schülerinnen und Schülern, den Eltern und vielen anderen, die mit anpacken, weil sie gebraucht werden. Die Schulen und Kindertageseinrichtungen halten in diesen belastenden Zeiten zusammen, das ist die zentrale Botschaft, die uns von vielen Seiten erreicht!
Mein Dank gilt den Leiterinnen und Leitern der Schulen und Kitas - auch stellvertretend für die ganzen Kollegien: Sie halten die Fäden in der Hand, Sie gestalten die Kommunikation und vieles mehr, was Schule und Betreuung weiter ausmacht. Sie improvisieren im besten Sinne. Und Sie haben mit lhren Lehrerinnen und Lehrern pragmatische Wege gefunden, um mit Eltern und Schülerinnen und Schülern weiterzuarbeiten. Es verdient größten Respekt, wie Sie sich von heute auf morgen auf die ungewöhnliche Art des Unterrichtens und des Kommunizierens eingelassen haben. Da gibt es keinen Königsweg, das haben die letzten Wochen gezeigt. Es beeindruckt, wie Sie die Kinder und Jugendlichen per Telefon, per E-Mail, über digitale Medien oder auch ganz klassisch per Post mit Aufgaben versorgen. Die Schule ist auch in Zeiten der Corona-Krise handlungsfähig geblieben, das ist lhr Verdienst.
Besonders beeindruckend ist auch, wie schnell stabile Notbetreuungen an den Schulen und Kitas eingerichtet wurden, um denjenigen den Rücken freizuhalten, die unser Land in dieser anstrengenden Zeit am Laufen halten müssen. lch denke an Krankenschwestern, an Sanitäter, an Pflegekräfte, an Arzte und an viele andere Berufe und Branchen, die die Notbetreuung brauchen und nutzen. Die Notbetreuung brauchen wir weiter in den Osterferien, und es freut mich, dass sich dort so viele Lehrkräfte und Erzieherinnen und Ezieher nach Kräften weiter engagieren.
Ein besonderes Dankeschön möchte ich auch denjenigen sagen, die sich nach unserem Aufruf an Lehrkräfte mit medizinischer oder pflegerischer Vorbildung gemeldet haben, um Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Gesundheitsämter zu unterstützen. Hier zeigt sich gelebte Solidarität, die unsere Gesellschaft in diesen Zeiten braucht.
Bitte geben Sie meinen Dank auch an die Eltern und die Schülerinnen und Schüler weiter. Es ist für sie eine fordernde, anstrengende Zeit. Eltern müssen die Doppelbelastung aus Beruf und Kinderbetreuung schultern, Kinder und Jugendliche müssen zuhause bleiben, obwohl sie mit ihren Freunden nach draußen, in die Schule, die Kita, den Sportverein oder zu anderen liebgewonnenen Freizeitaktivitäten wollen. Dazu gehört viel Disziplin - wir alle fühlen uns beengt und mehr und mehr eingeschränkt.
Jetzt beginnen die Osterferien, die wir uns alle anders vorgestellt haben. Danach, ab 20. April, läuft - Stand heute - die Frist der Beschränkungen ab. Ob und wie wir dann wieder mit dem Schul- und Kitabetrieb starten, kann heute noch nicht zuverlässig gesagt werden. Wir bereiten uns auf verschiedene Szenarien vor. Sicher wird nicht alles auf Knopfdruck wieder anlaufen, wie es am 16. ltlläz enden musste. Die Lage mit dem Virus ist weiter dynamisch und der Schutz der Gesundheit steht über allem. Gleich nach Ostern werden wir mitteilen, ob ab 20. April ein Wiedereinstieg in Stufen an den Schulen und Kitas möglich ist und wie er konkret aussehen soll. Die Abschlussklassen, die sich auf die Prüfungen vorbereiten, stehen an den Schulen dabei besonders im Fokus.
Wir werden noch Hinweise geben, welche Abstandsregeln und Hygienebestimmungen dann zu beachten sind und welche Einschränkungen im Schul- und Kitabetrieb gelten. Vieles wird weiter nicht möglich sein, wir müssen Prioritäten setzen. Die Notbetreuung müssen wir bei einem Einstieg in Stufen weiter besonders im Blick haben. Die Schulgebäude und Kindergärten müssen gut vorbereitet werden, der Bus- und Bahnverkehr, auf den Schülerinnen und Schüler angewiesen sind, muss darauf abgestimmt sein.
lch bitte Sie um Verständnis, dass genauere Vorhersagen heute noch nicht möglich sind. Wir verfolgen die weitere Entwicklung genau und informieren rechtzeitig, wie es nach den Osterferien weitergeht. Alle aktuellen lnformationen finden Sie zudem auf unserer I nternetseite unter www. km-bw.de.
lch danke lhnen allen nochmals für lhren außergewöhnlichen Einsatz und für das gute Miteinander. Auch wenn Ostern in diesem Jahr unter dem Eindruck von Corona stehen wird: lch wünsche lhnen und lhren Familien frohe und gesunde Osterfeiertage und Zeit zur Entspannung. Und bitte geben Sie meinen Dank und die guten Wünsche möglichst an alle an lhrem Schul- und Kitaleben Beteiligten weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Susanne Eisenmann
Das Kultusministerium hat am 28.02. eine zweite Information zum Umgang mit dem Coronavirus (u.a. an Schulen) ausgegeben. Das Schreiben finden Sie hier oder im folgenden Text:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund der dynamischen Lageentwicklung übermittle ich Ihnen – ergänzend und konkretisierend zum Schreiben vom 27.02.2020 – die nachstehend erweiterten Hinweise für Schulen und Kindertageseinrichtungen mit der Bitte um konsequente Beachtung:
- Bei Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren und keinen Kontakt zu einem am neuartigen Coronavirus Erkrankten hatten, sind keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen nötig. Diese Personen können daher uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen.
- Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben vorläufig zu Hause.
- Personen, die in einem Risikogebiet waren und innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, u.a. bekommen, vermeiden alle nicht notwendigen Kontakte und bleiben zu Hause. Diese Personen setzen sich umgehend telefonisch mit ihrem Hausarzt in Verbindung oder nehmen Kontakt mit dem kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116117 auf.
- Personen, die während ihres Aufenthalts in einem Risikogebiet oder innerhalb der vergangenen 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten hatten, kontaktieren umgehend das örtlich zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen.
Das Robert-Koch-Institut hat die Liste der Risikogebiete heute auf die gesamte Region Lombardei in Italien erweitert. Es gilt jeweils die aktuelle Liste der Risikogebiete, die beim Robert-Koch-Institut abgerufen werden kann: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html.
Die Hinweise gelten für alle Personen an Schulen und Kindertageseinrichtungen, das heißt sowohl für Schülerinnen und Schüler, Kita-Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie für alle weiteren in den Einrichtungen Beschäftigten bzw. Tätigen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes Baden-Württemberg, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben – unabhängig davon, ob sie Symptome aufweisen oder nicht – oder Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten hatten, werden zunächst freigestellt und gebeten, mit ihrer Dienststelle telefonisch Kontakt aufzunehmen.
Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen werden ferner gebeten, mit dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt Kontakt aufzunehmen, um zu klären, ob Bedenken gegen eine Wiederaufnahme des Dienstes bestehen. Falls solche Bedenken bestehen, werden diese Kolleginnen und Kollegen bis zur zweifelsfreien Klärung des Gesundheitszustandes vom Dienst frei gestellt. Die Bezüge- bzw. Lohnzahlung läuft in dieser Zeit weiter.
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätten bzw. der Schulträger werden die jeweiligen Beschäftigungsträger um eine analoge Regelung gebeten.
Bitte beachten Sie auch die Hinweise des Sozialministeriums für Reiserückkehrer, die wir diesem Schreiben als Anlage beigefügt haben.
Weitere Hinweise und Empfehlungen werden in den nächsten Tagen folgen. Weitere Fragen und Antworten werden wir in Kürze unter www.km-bw.de zur Verfügung stellen.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Michael Föll Ministerialdirektor"