„Alice! alive!“ begeistert an zwei Abenden

Musical am GaH
Ein Experiment mit zwei Besetzungen? Im Fußball sorgte diese Idee zuletzt für gemischte Ergebnisse. Während bei der Nationalmannschaft mit unterschiedlichen Kadern nicht jedes Spiel vollständig überzeugte, gelang dieses Modell auf der Bühne des Gymnasiums am Hoptbühl eindrucksvoll: Das Schulmusical „Alice! alive!“ wurde an zwei Abenden mit zwei unterschiedlichen Besetzungen aufgeführt – und beide Vorstellungen waren äußerst gelungen.
Unter der Leitung und Regie der Musiklehrkräfte Kathrin Maurer und Sebastian Schuler präsentierten Schülerinnen und Schüler eine musikalische Reise in die außergewöhnliche Welt von Alice. Diese fällt bei einer Tanzprobe ins Koma und erwacht im Wunderland – einer Welt, die zunächst fantastisch und fremd erscheint, zugleich aber hochaktuelle gesellschaftliche Fragen aufgreift. Denn dort droht Individualität zunehmend verloren zu gehen: Anpassung, Überwachung und Gleichmachung treten an die Stelle persönlicher Freiheit und eigener Entscheidungen.
Die Inszenierung verband Chorgesang, Schauspiel und szenische Elemente zu einem passenden Ganzen. Im Mittelpunkt der Aufführung stand der Unter- und Mittelstufenchor des Gymnasiums. Fast zwei Stunden lang führten die jungen Darstellerinnen und Darsteller textsicher durch die Handlung, überzeugten in gemeinsamen Stücken ebenso wie in Solos und Duetten und zeigten dabei immer wieder starke Stimmen. Besonders das Zusammenspiel der verschiedenen Altersgruppen machte deutlich, wie viel gemeinschaftliche Arbeit hinter einer solchen Musicalproduktion steckt.
Einen großen Anteil an der mitreißenden Atmosphäre des Stücks hatte auch die live gespielte musikalische Begleitung des Stücks und die Veranstaltungstechnik-AG der Schule, die Mikros passend zu den Einsätzen regelte und die Darsteller ins rechte Licht rückte.
Zwei Besetzungen müssen kein Risiko sein, wenn Vorbereitung, Spielfreude und Teamgeist stimmen - und genau das funktionierte bei „Alice! alive!“ am GaH.