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Action, Wissen und eine kleine Einsatzsituation

Katastrophenschutztag am GaH

Feuer löschen, einen Notruf richtig absetzen, Verletzungen versorgen und für Krisensituationen vorsorgen: Für die sechsten Klassen des GaH war der Katastrophenschutztag garantiert kein gewöhnlicher Schultag.

Was ist bei einem Brand zu tun? Welche Angaben benötigt die Leitstelle bei einem Notruf? Wie verhält man sich bei einer klaffenden Wunde? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 beim Katastrophenschutztag am GaH.

Der Aktionstag ist Teil eines landesweiten Konzepts, mit dem das Thema Katastrophenschutz stärker und dauerhaft im schulischen Unterricht verankert werden soll. Hintergrund ist, dass Extremwetterereignisse, Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Krisen zunehmend auch die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen betreffen. Neben Wissen über die Entstehung solcher Ereignisse, die im Unterricht Thema sind, sollen Schülerinnen und Schüler deshalb vor allem Handlungssicherheit gewinnen: Sie sollen Gefahren erkennen, angemessen reagieren und wissen, wie sie sich selbst und andere schützen können.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Begegnung mit den Rettungs- und Hilfsorganisationen vor Ort. Diesen koordinierte Lehrer Christian Ellrott gemeinsam mit Heiko Hogg von der Freiwilligen Feuerwehr Villingen-Schwenningen. Mit dabei waren die Feuerwehr Villingen-Schwenningen, Abteilung Villingen, mit einem Einsatzfahrzeug, die DRK Rettungsdienst Schwarzwald-Baar gGmbH mit einem Rettungswagen sowie die DLRG.

An den verschiedenen Stationen blieb es nicht bei Erklärungen. Die Schülerinnen und Schüler konnten selbst aktiv werden, Ausrüstung kennenlernen und wichtige Abläufe praktisch erproben. Sie erfuhren unter anderem, wie ein Notruf aufgebaut ist und wie ein Feuer sicher gelöscht werden kann. Auch die Aufgaben und Fahrzeuge der beteiligten Organisationen wurden anschaulich vorgestellt. Praktischer Nebeneffekt: Die Demonstration der Löschfahrzeuge, die den gesamten Schulhof wässerten, wurde in den Pausen von vielen Schülern als willkommene Abkühlung genutzt - einen gigantischen Wasservernebler hat man schließlich nicht alle Tage auf dem Hof stehen.

Besonders erfreulich war auch, dass sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler selbst an der Gestaltung des Aktionstags beteiligten. Noah Benzing leitete eine eigene Station zu den Themen Notfallvorsorge und Survival. Unterstützt wurde er dabei von Janne Obergfell vom Jugend-THW. Für die Jugendfeuerwehr wirkten Florian Haschke und Ben Armbruster mit.

Auch die DLRG-Station erhielt tatkräftige Unterstützung aus der Schülerschaft: Leonie Dechert, Lina Greta Göbel, Paul Heinzelmann, Laurin Luay und Fiona Michel brachten sich in die praktische Umsetzung ein.

An der Station zur Wundversorgung zeigten die Schulsanitäterinnen Jinan Tourmos, Helen Brasch und Leonie Benz, wie Verletzungen richtig eingeschätzt und fachgerecht erstversorgt werden. Dass dieses Wissen nicht nur für Übungssituationen wichtig ist, zeigte sich noch am selben Tag: Auf dem Schulgelände ereignete sich tatsächlich ein Unfall mit einer kleinen Wunde. Die Schülerinnen und Schüler konnten das zuvor Gelernte daher unmittelbar anwenden und die Verletzung fachgerecht versorgen.

Der Tag bot jede Menge Abwechslung und Action – vor allem aber wertvolles Wissen für Situationen, in denen es darauf ankommt, ruhig zu bleiben und richtig zu handeln.

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