Gymnasiasten entfalten ihr Debattiertalent

Schüler aus VS-Villingen bereichern die Landesqualifikation von „Jugend debattiert“ in Stuttgart

Philipp Grießhaber aus der 9a vom Gymnasium am Hoptbühl und Marlene Bast von den St. Ursula-Schulen belegen elfte Plätze beim Landeswettbewerb von „Jugend debattiert“ in ihren Altersgruppen.

Nachdem sich Philipp Grießhaber und Marlene Bast im Regionalentscheid des Wettbewerbs ,,Jugend debattiert“ für den Südschwarzwald durchsetzen konnten, stand zunächst ein dreitägiges Rhetorikseminar zur vertieften Auseinandersetzung mit allem rund ums Debattieren auf dem Programm, das ihnen noch einen zusätzlichen Motivationsschub gab. Danach durften sie am 13.4.2018 nach Stuttgart reisen, um ihr Können beim Landeswettbewerb unter Beweis zu stellen.

Nun kämpften sie mit Worten gegen Regionalsieger aus anderen Landkreisen Baden-Württembergs und lieferten exzellente Leistungen bei Debatten zu Themen wie ,,Sollen retuschierte Model-Fotos wie in Frankreich gekennzeichnet werden müssen?“ oder ,,Soll bei allgemeinen Wahlen ein Familienwahlrecht eingeführt werden?“ ab. Dabei war es unabdingbar, sich gut vorbereitet zu haben, aber noch wichtiger war die Gesprächsfähigkeit, das Eingehen auf Argumente der Gegenseite, denn sie stellte ein entscheidendes Bewertungskriterium neben der Ausdrucksfähigkeit, der Sachkenntnis und der Überzeugungskraft dar.

Der Neuntklässler Philipp Grießhaber konnte in der Altersgruppe I (Klassen sieben bis neun) mit stichhaltigen Argumenten, die von spannenden Statistiken und aktuellen Geschehnissen gestützt wurden, der exakten Definition der Problemfrage und Spontaneität in der freien Aussprache überzeugen, jedoch musste er sich schlussendlich damit abfinden, nach zwei hochklassigen Debatten gegen Mitdebattantinnen und -debattanten aus ganz Baden-Württemberg nicht zu den besten vier zu gehören, die jeweils ein Ticket für das Landesfinale lösen konnten.

Die Schülerin Marlene Bast zeigte jeweils erstklassige Leistungen und konnte durch das gekonnte Eingehen auf Argumente der Gegenseite, dem Blick über den Tellerrand und einer gekonnten Rhetorik sowohl dem Publikum ihren Standpunkt verdeutlichen als auch die dreiköpfige Jury, bestehend aus zwei Schülern und einem Lehrer, von ihren Fähigkeiten überzeugen, sodass sie oben mitspielte und sich berechtigte Hoffnung auf das Weiterkommen in die nächste Runde machen konnte.

Als dann am Nachmittag das Ergebnis verkündet wurde, hörten alle gespannt zu. Sowohl Philipp Grießhaber als auch Marlene Bast sicherten sich den elften Platz in ihrer Altersgruppe, jedoch nahmen es beide zurecht nicht als Enttäuschung wahr, sondern sahen es als Erfolg an, so weit gekommen zu sein. Knapp die Top-Ten verfehlt zu haben, störte beide nur im ersten Moment. Auf den zweiten Blick erkannten sie, wie wertvoll die Teilnahme am Debattierwettbewerb für sie war, denn die Fähigkeit seinen Standpunkt zu erläutern, mit Worten zu streiten und Lösungsansätze aufzuzeigen, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Volksherrschaft und ein Schlüssel zur Lösungsfindung in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung

Matthias Restorff, organisierender Lehrer am GaH, war höchst zufrieden mit den Debatten und ordnete den elften Platz seines Schützlings richtig ein: ,,Alle Debatten fanden auf einem hohem Niveau statt, sodass es schon lohnenswert war, sie miterlebt zu haben. Allerdings habe ich mich  besonders gefreut, einen Hoptbühler ins Rennen schicken zu können. So gut wie er abschneiden konnte, schaffte es zuvor noch keiner von unserem Gymnasium.“

Thomas Weidle

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Philipp Grießhaber (l.) vertrat das GaH beim Landeswettbewerb äußerst gut