Villingen theoretisch

Jens Wild ist neuer stellvertretender Schulleiter am Hoptbühl-Gymnasium (GaH)

Ein Interview

Was waren Ihre bisherigen beruflichen Stationen?

Nach dem Referendariat wollte ich die Welt kennenlernen und habe zwei Jahre lang bei der Lufthansa gearbeitet. Dann kam der 11. September 2001, der vieles in der Branche geändert hat. Ich habe den Wunsch nach der Ferne und meinen eigentlichen Beruf dann vier Jahre als Lehrer an der Deutschen Schule in Buenos Aires verbunden. Zuletzt war ich 8 Jahre lang Abteilungsleiter an einem Gymnasium in Heidenheim. Jetzt war es Zeit für neue Aufgaben und ich freue ich mich auf die Arbeit in Villingen.

Was ist Ihr erster Eindruck vom GaH?

Das GaH hat ein modernes Schulgebäude. Als Sportlehrer gefällt mir die unmittelbare Nähe zur Riesenhalle, der Bolzplatz an der Schule und der neue Sportplatz. Die Schule liegt paradiesisch.        
Ich komme von einem Gymnasium, das mitten in der Stadt liegt. Am GaH kann ich direkt mit Schülern losjoggen. Als Biologielehrer gibt es schon allein auf dem Schulgelände viel zu entdecken wie das Schulbiotop, die Schmetterlingswiese oder die Bienenstöcke auf dem Dach.

Was für einen Kontakt haben Sie in diesen Zeiten zum Kollegium?

Ich konnte mich in einer Lehrerkonferenz zu Beginn des Jahres allen vorstellen und wurde auch herzlich empfangen. Viele Kollegen konnte ich leider noch nicht persönlich kennenlernen. Aber alle, die ich bislang getroffen habe, begegnen mir sehr offen und positiv. Mir gefällt das Prinzip der offenen Türen und der kurzen Wege am GaH. Wenn jemand etwas braucht, dann findet er einen Ansprechpartner.    

Wie haben Sie sich in das Schulleitungsteam eingefügt?

In der Schulleitung erleben wir coronabedingt eine intensive Zeit. Ich habe die neuen Aufgaben nicht unterschätzt. Neben dem alltäglichen Geschäft muss ich mich in neue Software einarbeiten und lerne eine neue Schüler- und Notenverwaltung kennen. Dabei werde ich aber gut unterstützt. Die Arbeit im Schulleitungsteam ist professionell und menschlich sehr angenehm.

Was müsste man am GaH aus Ihrer Sicht anpacken?

Das GaH hat eine Sternwarte auf dem Dach, die in der letzten Zeit nach längerer Reparatur wieder für Schüler geöffnet wurde. Es würde mich freuen, wenn diese stärker genutzt werden könnte und bin guter Hoffnung, dass das so kommt.

Wie empfinden Sie die Stadt Villingen-Schwenningen?

Villingen hat genau die richtige Größe und die richtige Lebensqualität. Ich kann den Bioladen, den Supermarkt und die Schule bequem mit dem Fahrrad erreichen. Auch die vielen Restaurants und Cafés in der Stadt und das kulturelle Angebot sind genau nach meinem Geschmack – das ist zumindest die Theorie, die ich habe. Derzeit kann ich das ja noch nicht nutzen (lacht).

Schon jetzt freue ich mich über die schnellen Wege in die Natur. Ich schnüre die Laufschuhe oder setze mich aufs Fahrrad und bin sofort im Grünen. Das gefällt mir. Ich bin kein Großstadtmensch.

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