Vannes-Autsausch
Die 10 Tage in Vannes waren für uns alle ein besonderes Erlebnis. Schon die Anreise war spannend: mit dem TGV ging es ab Straßburg mit teilweise über 300 km/h einmal quer durch Frankreich. Nach fast 12-stündiger Reise wurden wir am Bahnhof von unseren Gastfamilien begrüßt.
Am nächsten Morgen ging es zunächst in den Unterricht, bevor wir uns mit unseren „Corres“ auf den Weg zum Bootsanleger machten. Von dort ging es zu einer Insel-Rallye auf die nahegelegene Île d’Arz, die wir in deutsch-französischen Teams erkunden sollten. Leider war das Wetter sehr „bretonisch“, und wir wurden zwischendurch ganz schön nass.
Ein Highlight unseres Aufenthalts war der Ausflug auf die Halbinsel Quiberon. Nachdem wir (im Regen…) die berühmten Hinkelsteine in Carnac besichtigt hatten, ging es zunächst an die „Côte sauvage“, die an diesem Tag aber gar nicht so „wild“ war. Wir wanderten ein Stück an der Küste entlang, bevor wir am Strand von Quiberon picknickten. Der Höhepunkt des Tages war das Strandsegeln: nach anfänglicher Flaute, bei der wir uns gegenseitig noch anschieben mussten, kam später zum Glück doch genügend Wind auf, sodass wir in unseren „chars-à-voiles“ um die Wette segeln konnten.
Da der 8.Mai in Frankreich ein Feiertag ist, verbrachten wir ein verlängertes Wochenende in unseren Gastfamilien. Wir trafen uns mit „unseren Franzosen“ am Strand, gingen gemeinsam in die Kletterhalle und zum Lasertag, oder besichtigten Sehenswürdigkeiten und Städte in der näheren Umgebung.
Natürlich durfte auch ein Besuch in Rennes, der Hauptstadt der Bretagne nicht fehlen. Nach einer kurzen Stadtführung war hier vor allem Shopping angesagt.
Unser letzter Ausflug führte uns wieder auf eine der unzähligen kleinen Inseln im „Golfe de Morbihan“. Ein kleines Boot brachte uns zum „Cairn de Gavrinis“. Unsere Führerin erklärte uns in einem Sprachenmix aus Englisch und Französisch die Geschichte dieses besonderen „Dolmen“, der aufgrund seiner geheimnisvollen Verzierungen berühmt ist.
Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen, mit einem weinenden und einem lachenden Auge stiegen wir wieder in den TGV. In Paris mussten wir mit der Metro von einem Bahnhof zum anderen fahren, wobei wir diesen Umstieg für einen kurzen Abstecher zum Eiffelturm nutzen konnten. Nach einem Picknick mit Blick auf das Wahrzeichen von Paris (und ungefähr 829 Fotos), mussten wir unser Gepäck noch einmal durch das Treppen-Labyrinth der Metro schleppen, bevor wir uns auf der Zugfahrt bis Villingen erholen konnten. Wir kamen sogar eine Stunde früher als geplant zuhause an.
Diese 10 Tage waren abwechslungsreich und spannend. Wir haben viel erlebt, und es war eine tolle Erfahrung, Frankreich und das Leben in einer französischen Familie auf diese Weise kennenzulernen.
