Besuch in Cascina
Eine Woche Italien, unzählige Eindrücke – und eine Premiere: Zum ersten Mal reisten wir (12 Schüler*innen des GaH, 4 Schülerinnen von St. Ursula und 2 Lehrkräfte) im Rahmen unseres Austauschs mit unserer Partnerschule, dem IISS Antonio Pesenti, per Interrail an. Das hieß, erst einmal zittern, ob die Deutsche Bahn es schafft, uns rechtzeitig zum reservierungspflichtigen Zug nach Zürich zu befördern. Sie schaffte es - wenn auch nur, da die Begleitlehrer sehr großzügige Umsteigezeiten eingeplant hatten. Nach weiteren zweimal Umsteigen in Mailand und Florenz, kamen wir dann - etwas erschöpft, aber glücklich - bei unseren Austauschpartnern in Cascina bei Pisa an.
Am nächsten Morgen lernten unsere Schüler erst einmal unsere Partnerschule kennen, das IISS „Antonio Pesenti“. Der Nachmittag war frei und wurde z.B. genutzt, um in kleinen Gruppen die Wohnorte der Partner kennenzulernen.
In den folgenden Tagen erwartete uns ein abwechslungsreiches Programm: Am Mittwoch fuhren wir zuerst nach Lucca und bekamen dort eine Führung durch die Stadt und die Befestigungsanlagen. Nach freier Zeit zum Mittagessen ging es anschließend nach Viareggio, wo der Tag – nach einem Gang über die Strandpromenade mit ihren Jugendstilgebäuden – mit einem Besuch am Strand ausklang. Am Donnerstag stand der Besuch von Florenz und der Uffizien, eines der berühmtesten Museen der Welt, auf dem Programm. Bei einem Gruppenquiz erkundeten die Austauschpartner gemeinsam die Stadt, bevor noch etwas Zeit zur individuellen Verfügung stand. Am Freitag sahen wir in einer ehemaligen Kirche in Pisa das Theaterstück „Die Troerinnen“, in dem es um die Folgen von Gewalt und Krieg ging. Ursprünglich eine antike Tragödie über den Krieg von Troja, aber mit sehr vielen aktuellen Bezügen. Danach machten wir einen gemeinsamen Rundgang durch Pisa – natürlich war unser Ziel die Piazza dei Miracoli mit dem schiefen Turm! Auch wir haben dem Turm selbstverständlich geholfen, dass er nicht umfällt. Weiter ging es nach Livorno, wo wir eine Bootstour über die Medici-Kanäle und durch den alten Hafen machten, inklusive Besichtigung der alten Befestigungen.
Am Samstag war dann noch einmal Schule angesagt – italienische Schüler haben zwar nachmittags keinen Unterricht, dafür aber am Samstag. Der Nachmittag war dann frei, bevor wir uns abends zum Bowling trafen und danach gemeinsam beim Pizzaessen stärkten. Am Sonntag gab es dann individuelles Programm in den Gastfamilien. Viele Familien fuhren an diesem Tag ans Meer oder nutzten den Tag, um noch einmal ganz in Ruhe eine der schönen Städte in der Umgebung zu besuchen.
Am Montag Morgen ging es dann schon wieder zurück nach Villingen, nach dieser Woche, die wie im Flug vergangen ist.
