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Nicht nur die Eule findet den Beat

Musical des GaH-Unterstufenchors bringt Musikwelt in die Aula

Der Popsong will ins Ohr, Punk muss laut sein und Reggae ohne Bass geht gar nicht. Dies und vieles mehr erfährt die kleine Eule auf ihrer Reise durch die Musikwelt. Diese Welt brachte der Unterstufenchor des Hoptbühl-Gymnasiums am Mittwochabend mit dem Musical „Eule findet den Beat“ in die Aula der Schule. Und so schwirrten Fliegen durch den Raum, die über Pop Bescheid wussten, Motten, die ihr Wissen über die Oper mitteilten oder Fledermäuse, die die Eule auf eine Elektroparty mitnahmen.

Als die Vorstellung beginnt, steht alles dort, wo es hingehört. Noch am Nachmittag aber ging es in der Aula heiß her. Die Aufregung musste gebannt, kleinere Dramen überstanden und technische Neuerungen eingebaut werden. Erst kurz vor dem Auftritt konnte der Chor Headsets in Empfang nehmen und erstmals damit proben. Bei der Vorstellung selbst gingen die Darstellerinnen profimäßig damit um.

Am Abend dann war die Aula ordentlich besucht, wenn auch einige Plätze wohl aufgrund des schönen Wetters  leerblieben. Die Zuschauerschaft war bunt gemischt – und vom Kindergartenkind bis zur Oma wurden alle gut unterhalten. Denn das Stück selbst enthielt viel Witz, den die jungen Darstellerinnen auf die Bühne zu bringen wussten.

Als die Eule etwa auf den Maulwurf trifft und dieser ihr erklärt, was ein Rockfestival ist, beklagt er sich gleichsam über die vielen Zelte, die sein schönen Hügel zerstören. Auch ärgert er sich darüber, dass er offensichtlich die rote statt der schwarzen Sonnenbrille gewählt hat – ist auch schwierig, wenn man nicht richtig sehen kann.

Aber zuhören und von der Musik erzählen: das kann er. Das teilt er mit den anderen Tieren, die der Eule die unterschiedlichsten Musikstile erklären und dann Kostproben zum Besten geben. Beim Refrain wird dabei jedes Solokind gesanglich und tänzerisch vom ganzen Chor begleitet.

Am Anfang zittert die eine oder andere Stimme noch. Das legt sich aber schnell und die Darstellerinnen geben alles. Besonders kann Sechstklässlerin Helena Bauer mit ihrer Stimme und ihrem Auftritt überzeugen. Kein Wunder: Genau wie Luisa Wagner und Emma Pollak tritt sie nicht das erste Mal  in einem Musical am GaH auf. Die Hauptrolle spielt Violetta Gerb, die sogar schon zum vierten Mal dabei ist. Aber auch die neuen Hoptbühlerinnen können überzeugen: Linda Borrmann erklärt der Eule und den Zuschauern ganz locker, was Jazz eigentlich ist, Anastasia Korotkov und Aleksandra Lauks glänzen bei ihrem Sprechgesang und Marcia Casaca-Lindenhahn erklärt zwar zum Punk „Schön braucht man nicht – Hauptsache laut“, beweist dann aber, dass viel mehr in der Punk-Katze steckt.

Nach dem großen Finale holen die Darstellerinnen dann Lehrerin Ulrike Schaper-Nolte auf die Bühne, die das Stück mit ihnen eingeübt hat. „Die Mädchen hatten so viel Spaß damit, ich konnte sie an manchen Stellen kaum bremsen“, erzählt sie später glücklich und etwas müde und brennt bereits auf die nächste Vorstellung. Auch ihr scheint es wie ihren Mädchen zu gehen.

Alexander Chlup

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